Heute vor genau einem Jahr ging open-how2 online.
Damals hatte ich keine Ahnung, wohin sich dieses Projekt entwickeln würde.
Ich wusste nur:
Ich wollte einen Ort schaffen, an dem echte IT- und KI-Projekte gezeigt werden.
Ohne Marketing-Sprech.
Ohne Hochglanz-Folien.
Ohne „10 KI-Trends, die dein Leben verändern werden!!!“-Bullshit.
Einfach echte Praxis.
Heute – ein Jahr später – ist open-how2 deutlich mehr geworden als nur ein Blog.
Wie alles angefangen hat
Als open-how2 am 16. Mai 2025 gestartet ist, war die Idee eigentlich simpel:
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Dinge dokumentieren
-
Lösungen festhalten
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Erfahrungen teilen
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Probleme ehrlich zeigen
Was ich damals unterschätzt habe:
Wie schnell aus einzelnen Ideen komplexe Systeme entstehen.
Denn aus ein paar kleinen Experimenten wurden plötzlich:
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eigene KI-Workflows
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Bot-Architekturen
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Crawling-Systeme
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Datenpipelines
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Embedding-Prozesse
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Vektor-Datenbanken
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Automatisierte Plattformideen
Und irgendwann saß ich nachts um 2 Uhr vor einem Terminal und dachte:
„Moment mal… das ist inzwischen ein komplettes Ökosystem geworden.“
Die Realität hinter IT & KI
Wenn mich dieses Jahr eines gelehrt hat, dann Folgendes:
Die Realität sieht völlig anders aus als die meisten KI-Demos.
In Präsentationen funktioniert immer alles.
In der Praxis dagegen:
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fehlen Daten
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brechen APIs
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explodieren Logs
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laufen Prozesse fest
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ändern sich Formate plötzlich ohne Vorwarnung
-
und irgendwo produziert garantiert irgendein Cronjob Chaos
Und genau DAS wollte ich zeigen.
Nicht die perfekte Demo.
Sondern die Realität.
Die größten Learnings aus einem Jahr open-how2
1. KI ist nur so gut wie das System dahinter
Das war wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis überhaupt.
Viele glauben:
„Man braucht nur ein gutes Modell.“
Nein.
Man braucht:
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saubere Daten
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stabile Prozesse
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klare Strukturen
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Logging
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Fehlerhandling
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Monitoring
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vernünftige Architektur
Ohne das wird aus KI sehr schnell:
„Warum antwortet das System plötzlich auf Latein und behauptet, ein Kühlschrank zu sein?“
2. Kleine Fehler verursachen große Katastrophen
Die größten Probleme kamen selten durch komplexe Technik.
Sondern durch Dinge wie:
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falsche Zeichensätze
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inkonsistente Metadaten
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vergessene Sonderzeichen
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fehlende Timeouts
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falsch gesetzte Rechte
-
eine Zeile YAML mit einem Leerzeichen zu viel
IT in 2026 bedeutet manchmal:
Acht Stunden Fehlersuche wegen eines Kommas.
3. Modularisierung rettet Leben
Einer der besten Schritte war, Systeme konsequent zu trennen.
Statt eines riesigen Monster-Skripts:
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eigener Crawler
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eigener Embedder
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eigener Ingest-Bot
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getrennte Verarbeitung
-
getrennte Speicherung
Das klingt banal.
Aber genau dadurch wurde vieles überhaupt erst beherrschbar.
Was aus open-how2 geworden ist
Ursprünglich war open-how2 nur als Blog gedacht.
Heute ist es eher:
eine öffentliche Entwicklungsdokumentation.
Viele Beiträge entstanden direkt aus echten Projekten.
Teilweise aus Problemen, die mich komplett wahnsinnig gemacht haben.
Andere wiederum aus Momenten, in denen plötzlich etwas funktionierte und man dachte:
„Okay… DAS ist gerade wirklich cool.“
Was ich heute anders sehe
Vor einem Jahr dachte ich noch stark in Tools.
Heute denke ich fast nur noch in:
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Systemen
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Datenflüssen
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Automatisierung
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Skalierung
-
Wartbarkeit
Denn das eigentliche Problem moderner IT ist längst nicht mehr:
„Wie baut man etwas?“
Sondern:
„Wie hält man es langfristig stabil?“
Der Wahnsinn moderner KI-Projekte
Je tiefer ich in KI-Systeme eingestiegen bin, desto klarer wurde:
Wir stehen gerade erst am Anfang.
Viele aktuelle Systeme wirken beeindruckend.
Aber hinter den Kulissen ist vieles noch erstaunlich improvisiert.
Teilweise fühlt sich moderne KI-Entwicklung an wie:
Raketenwissenschaft kombiniert mit Klebeband und drei Bash-Skripten aus Verzweiflung.
Und genau deshalb bleibt es spannend.
Warum open-how2 weitergeht
Weil ich das Gefühl habe, dass die wirklich interessanten Dinge erst jetzt beginnen.
Die nächsten Themen werden unter anderem sein:
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größere KI-Architekturen
-
komplexere Automatisierungen
-
Multi-Agenten-Systeme
-
skalierbare Plattformen
-
lokale KI-Infrastrukturen
-
intelligente Datenpipelines
Und wahrscheinlich:
sehr viele neue Fehler.
Und wie geht es weiter?
Nach einem Jahr ist klar geworden:
open-how2 ist inzwischen zu groß geworden für das bisherige System.
Deshalb möchte ich heute schon ankündigen:
In Kürze ist ein Wechsel des Blogsystems geplant.
Der Blog soll auf die neue Plattform BlogLord umziehen.
Dort werden künftig nicht nur technische Verbesserungen möglich sein, sondern auch deutlich größere und komplexere Inhalte, Projekte und Strukturen.
Der Umzug ist bereits in Planung.
Und ehrlich gesagt:
Ich freue mich riesig darauf.
Ein Jahr open-how2 war:
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chaotisch
-
spannend
-
anstrengend
-
lehrreich
-
manchmal absurd
-
und genau deshalb großartig
Und wenn ich eines gelernt habe:
Die besten Projekte entstehen oft genau dann, wenn man einfach anfängt.
Auf Jahr Nummer 2. 🚀