Heute ist einer dieser Momente, die man beim Start eines Projekts zwar irgendwie im Hinterkopf hat – aber nie wirklich greifbar erscheinen.
Der 100. Beitrag auf open-how2 ist online.
Wenn ich ehrlich bin: Ich hätte am 16. Mai nicht darauf gewettet, dass ich so schnell hier stehen würde.
Der Anfang war… chaotisch
Als ich open-how2 gestartet habe, hatte ich vor allem eines:
Ideen. Viele Ideen.
Was ich nicht hatte:
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einen klaren Redaktionsplan
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eine Content-Strategie
-
irgendeine Form von „perfektem Setup“
Ich habe einfach angefangen.
Die ersten Beiträge waren teilweise roh, direkt aus der Praxis geschrieben, manchmal noch mit offenen Fragen im Hinterkopf. Aber genau das war auch die Stärke:
Echtheit statt Perfektion.
Und genau das Feedback kam auch zurück.
Was in 100 Beiträgen passiert ist
Wenn ich die letzten Monate Revue passieren lasse, dann war open-how2 nie einfach nur ein Blog.
Es war eher:
- ein öffentliches Projekttagebuch.
Ich habe Dinge dokumentiert wie:
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den Aufbau eigener KI-Systeme
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die Integration von lokalen LLMs in reale Workflows
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das Zusammenspiel von Automatisierung, APIs und Datenpipelines
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die Arbeit mit Vektor-Datenbanken und semantischer Suche
-
eigene Bot-Architekturen (Crawler, Embedder, Ingest)
Und vor allem:
Die Probleme dazwischen.
Denn die Realität sieht selten so aus wie in Tutorials.
Die größten Learnings
Nach 100 Beiträgen gibt es ein paar Dinge, die sich immer wieder bestätigt haben:
1. Die Theorie lügt manchmal
Viele Konzepte funktionieren auf dem Papier perfekt.
In der Praxis scheitern sie an:
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Performance
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Datenqualität
-
fehlender Integration
-
oder ganz banal: falschen Annahmen
Der Unterschied zwischen „funktioniert“ und „funktioniert stabil“ ist gewaltig.
2. KI ist Werkzeug – kein Zauber
Ich habe in den letzten Monaten extrem viel mit KI gearbeitet.
Und ja, sie ist mächtig.
Aber:
Sie ersetzt kein sauberes Systemdesign.
Ohne Struktur, ohne klare Datenflüsse und ohne durchdachte Prozesse bringt auch die beste KI nichts.
3. Die kleinen Dinge entscheiden
Die größten Probleme waren selten die großen Architekturen.
Es waren Dinge wie:
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Encoding-Probleme
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fehlerhafte Metadaten
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unklare Schnittstellen
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inkonsistente Daten
Dinge, die in keinem Tutorial stehen.
Was besonders gut funktioniert hat
Ein paar Ansätze haben sich als besonders wertvoll erwiesen:
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Modularisierung (Crawler, Embedder, Ingest getrennt denken)
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Klare Datenstrukturen statt „einfach mal machen“
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Logging, Logging, Logging
-
Iteratives Vorgehen statt Big Bang
Und vielleicht am wichtigsten:
Dinge früh testen – nicht erst am Ende.
Was nicht funktioniert hat
Natürlich gab es auch genug Dinge, die einfach nicht funktioniert haben.
Ein paar Klassiker:
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„Das baue ich schnell mal eben“ (Spoiler: nein)
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zu komplexe Architekturen von Anfang an
-
zu viele Tools gleichzeitig ausprobieren
-
Vertrauen auf „wird schon irgendwie laufen“
Hat es nicht.
Die Community (und warum sie wichtig ist)
Was ich am Anfang unterschätzt habe:
Wie wertvoll Feedback ist.
Kommentare, Nachrichten, Diskussionen – all das hat open-how2 mitgeprägt.
Oft kamen Hinweise wie:
-
„Hast du das schon mal so probiert?“
-
„Bei mir lief das komplett anders“
-
„Das Problem hatte ich auch – Lösung war X“
Und genau das macht den Unterschied:
Ein Blog ist keine Einbahnstraße.
Warum ich weiter mache
100 Beiträge sind ein Meilenstein.
Aber sie sind kein Ziel.
Denn je tiefer ich in die Themen einsteige, desto klarer wird:
Ich kratze gerade erst an der Oberfläche.
Es gibt noch so viele Dinge zu zeigen:
-
komplexere KI-Architekturen
-
skalierbare Systeme
-
echte Produktions-Setups
-
Performance-Optimierungen
-
und vor allem: echte Use Cases
Der Blick nach vorne
Für die nächsten Monate habe ich eine ziemlich klare Richtung:
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mehr Deep-Dives
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mehr echte Projekte
-
weniger Theorie, mehr Umsetzung
-
stärkerer Fokus auf Integration und Skalierung
Und ein Ziel bleibt:
Dinge so erklären, dass man sie selbst bauen kann.
Persönliches Fazit
Wenn ich heute – am 21. August 2025 – auf die letzten 100 Beiträge schaue, dann sehe ich keinen perfekten Blog.
Ich sehe:
-
Entwicklung
-
Fehler
-
Fortschritt
-
und eine Menge gelernter Lektionen
Und genau das war von Anfang an die Idee.
Danke
Wenn du bis hier gelesen hast – egal ob im ersten Beitrag oder jetzt beim hundertsten:
Danke.
open-how2 lebt davon, dass es gelesen, hinterfragt und weitergedacht wird.
100 Beiträge später ist open-how2 genau das geworden, was ich mir am Anfang erhofft habe:
Ein ehrlicher Blick auf IT und KI in der Praxis.
Und wenn alles gut läuft:
Sind die nächsten 100 noch besser.
Auf die nächsten 100. 🚀