Wenn ich heute auf die Zahl schaue, muss ich kurz innehalten:
250 veröffentlichte Beiträge.
Was im Mai 2025 als Experiment gestartet ist, hat sich in den letzten Monaten zu etwas entwickelt, das ich so in dieser Form nicht geplant hatte – aber genau so gebraucht habe.
open-how2 ist längst kein Blog mehr.
Es ist ein System geworden.
Der Moment, in dem sich alles verändert hat
Die ersten 100 Beiträge waren geprägt von:
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Ausprobieren
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Scheitern
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Neu denken
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wieder Scheitern
Die nächsten 150 Beiträge haben etwas anderes gebracht:
Struktur.
Irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe:
Ich schreibe nicht mehr nur über Projekte – ich baue ein zusammenhängendes Ökosystem.
Vom Content zum echten System
Was sich im Hintergrund entwickelt hat, ist deutlich größer als einzelne Artikel:
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eigene Bot-Architekturen
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getrennte Module für Crawling, Embedding und Ingest
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Datenpipelines, die tatsächlich stabil laufen
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erste skalierbare Ansätze
Und vor allem:
Ein Verständnis dafür, wie alles zusammenhängt.
Die größte Erkenntnis: Komplexität ist kein Ziel
Einer der größten Fehler am Anfang:
Dinge unnötig kompliziert zu machen.
250 Beiträge später kann ich sagen:
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Die besten Systeme sind oft die einfachsten
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Komplexität entsteht von allein – man muss sie nicht erzwingen
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Reduktion ist eine der wichtigsten Fähigkeiten
KI im Alltag: Realität statt Hype
Wenn ich die Entwicklung rund um KI betrachte, hat sich mein Blick deutlich geschärft.
Am Anfang:
„Was ist alles möglich?“
Heute:
„Was funktioniert zuverlässig?“
Ich habe gelernt:
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KI ist extrem stark in klar definierten Kontexten
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KI scheitert gnadenlos bei schlechten Daten
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KI verstärkt bestehende Probleme, wenn das System nicht sauber ist
Ohne gute Daten keine gute KI. Punkt.
Die unsichtbaren Probleme
Was in keinem Artikel glamourös aussieht, aber 80 % der Arbeit ausmacht:
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Datenbereinigung
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Fehlerhandling
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Logging
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Monitoring (wenn vorhanden…)
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Edge Cases
Die Realität:
Systeme scheitern selten an der großen Idee – sondern an den kleinen Details.
Was wirklich funktioniert hat
Ein paar Dinge haben sich über die Zeit als extrem wertvoll erwiesen:
Modular denken
Alles trennen:
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Crawler
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Verarbeitung
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Speicherung
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KI-Schicht
Das macht Systeme wartbar.
Iterativ arbeiten
Nicht:
„Ich baue jetzt die perfekte Lösung“
Sondern:
„Ich baue etwas, das funktioniert – und verbessere es.“
Ehrlich dokumentieren
Der Blog hat mich gezwungen:
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Probleme zu formulieren
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Lösungen nachvollziehbar zu machen
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Entscheidungen zu reflektieren
Und genau dadurch sind viele Dinge überhaupt erst klar geworden.
Was ich komplett unterschätzt habe
Zeit.
Nicht im Sinne von „wie lange dauert ein Feature“.
Sondern:
Wie lange es dauert, Dinge wirklich zu verstehen.
Viele Probleme tauchen nicht sofort auf.
Sie kommen:
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unter Last
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bei echten Daten
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in Kombination mit anderen Systemen
250 Beiträge = 250 Iterationen
Wenn ich ehrlich bin, sind diese 250 Beiträge keine 250 fertigen Lösungen.
Sie sind:
250 Schritte.
Manche groß.
Manche klein.
Manche komplett in die falsche Richtung.
Aber jeder einzelne war notwendig.
Der Blick nach vorne
Wenn ich jetzt auf open-how2 schaue, sehe ich kein abgeschlossenes Projekt.
Ich sehe:
eine Grundlage.
Die nächsten Schritte sind klar:
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Systeme weiter stabilisieren
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echte Produktionsreife erreichen
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Monitoring und Skalierung sauber aufbauen
-
komplexere Use Cases umsetzen
Und ein Thema wird immer wichtiger:
Zusammenspiel statt Einzelkomponenten.
Persönliches Fazit
250 Beiträge später hat sich meine Sicht auf IT und KI komplett verändert.
Früher ging es um Tools.
Heute geht es um:
- Systeme
- Daten
- Prozesse
- und vor allem: Zusammenhänge
Warum ich weitermache
Weil ich noch lange nicht da bin, wo ich hin will.
Und weil genau das der Punkt ist.
open-how2 war nie dafür gedacht, „fertig“ zu sein.
Es ist dafür da, Entwicklung sichtbar zu machen.
Danke
Wenn du diesen Blog begleitest – egal seit wann:
Danke.
Für Feedback, für Diskussionen, für andere Perspektiven.
250 Beiträge später ist open-how2 kein Experiment mehr.
Es ist ein wachsendes System, das zeigt, wie IT und KI in der Praxis wirklich funktionieren.
Und wenn ich eines gelernt habe:
Die spannendsten Probleme kommen erst noch.
Auf die nächsten 250.